Auch im Zeitalter modernster CMS- und Redaktionssysteme verbringen Print- und Multichannel-Redaktionen noch immer einen beträchtlichen Teil ihrer Arbeitszeit damit, Inhalte akribisch an unterschiedliche Layoutvorgaben anzupassen. Jede noch so kleine Abweichung – sei es in Textlänge, Bildgröße oder Zeilenumbruch – muss manuell überprüft, korrigiert und optimiert werden, um das gewünschte Layout exakt einzuhalten.
Dieser Prozess ist nicht nur zeitaufwendig, sondern bindet hochqualifizierte Redakteurinnen und Redakteure an repetitive Aufgaben, die kaum journalistischen Mehrwert bieten. Während für die Leserschaft die inhaltliche Qualität im Vordergrund steht, bleibt die aufwendige Layout-Feinjustierung im Hintergrund – ein „unsichtbarer“ Kostenfaktor, der die Produktionskapazität erheblich einschränkt und Innovationen verzögert.
Hinzu kommt, dass Multichannel-Redaktionen Inhalte gleichzeitig für Print, Online, Social Media oder E-Paper aufbereiten müssen. Jeder zusätzliche Kanal vergrößert den manuellen Aufwand exponentiell und erhöht das Risiko von Inkonsistenzen und Layoutfehlern.
Um diesen Engpass zu lösen, analysierten wir den gesamten Layout-Workflow detailliert und identifizierten gemeinsam mit dem internen Kernteam Automatisierungspotenziale. Dabei wurden nicht nur technische Aspekte wie bestehende CMS-Anbindungen, Datenformate und Schnittstellen berücksichtigt, sondern auch gestalterische Leitlinien, typografische Standards und die individuellen Qualitätsansprüche des Hauses.
Auf Basis dieser Analyse entwickelten wir eine KI-gestützte Lösung, die wiederkehrende Layoutanpassungen nahezu vollständig automatisiert, ohne Kompromisse bei der gestalterischen Qualität einzugehen. Der Mensch bleibt dort eingebunden, wo kreative Entscheidungen, redaktionelle Feinschliffe oder inhaltliche Anpassungen notwendig sind – alles andere übernimmt die intelligente Automatisierung.
Durch den gezielten Einsatz von Künstlicher Intelligenz können ausgehend von formatneutral erstellten Inhalten eine oder mehrere Ausgaben gleichzeitig produziert werden. Je nach Anwendungsfall wird dabei ein Automatisierungsgrad von 70–90 % erreicht – in vielen Fällen komplett ohne manuelles Eingreifen. Zusätzlich kann die KI auf Wunsch Inhalte redaktionell leicht anpassen, Bildplatzierungen optimieren, Headlines variieren oder die Textlänge an unterschiedliche Layoutformate anpassen.
Das Resultat sind messbare Effizienzgewinne:
Die KI-optimierte Medienproduktion schafft nicht nur kurzfristige Effizienzsteigerungen, sondern transformiert die gesamte Content-Produktionskette nachhaltig. Automatisierung ermöglicht kürzere Produktionszyklen, parallele Mehrsprachenausgaben ohne zusätzlichen Aufwand und die Integration personalisierter Inhalte für unterschiedliche Zielgruppen. So können Medienhäuser ihre Reichweite erweitern, den Lesern individualisierte Inhalte bieten und gleichzeitig die Produktionskosten kontrollieren.
In einem Umfeld, in dem Kostendruck, Fachkräftemangel und steigende Anforderungen an die Publikationsgeschwindigkeit zusammenkommen, wird die automatisierte, skalierbare Medienproduktion zum entscheidenden strategischen Wettbewerbsvorteil. Unser Ansatz verbindet modernste KI-Technologie mit den redaktionellen Qualitätsansprüchen traditioneller Verlage – eine Kombination, die Effizienz, Kreativität und Wirtschaftlichkeit optimal in Einklang bringt.
So entsteht eine zukunftssichere Lösung, die Medienhäusern ermöglicht, ihre Produktionsprozesse vollständig zu digitalisieren, zu beschleunigen und gleichzeitig ihre journalistische DNA und inhaltliche Qualität konsequent zu bewahren.