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Low Code - die Zukunft der IT Programmierung?
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Low Code

08.06.2022  ·  Michael

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Low Code

Low Code – ein Begriff, der heutzutage in aller Munde ist. Anders als die Bezeichnung vermuten lassen könnte, bezeichnet er keinesfalls minderwertigen, sondern lediglich einen reduzierten Code.

In Kombination mit dem Fachkräftemangel steht ein ressourcenschonendes Arbeiten im Mittelpunkt des unternehmerischen Interesses. Selbst simpel zu entwickelnde Applikationen, die eine Grundstruktur benötigen, sind sehr zeitintensiv. Genau an dieser Problemstelle setzt Low Code an.

Low-Code-Plattformen erleichtern dem User die Erstellung von Applikationen oder ganzen Websites, da der Code bereits vorgefertigt zur Verfügung gestellt wird. Die Codeteile liegen quasi als Bausteine vor und müssen vom Nutzer lediglich zusammengefügt werden.

Wachstum durch Low Code

Die Zusammenstellung des Codes erfolgt über eine Benutzeroberfläche, die bereits mit Excel-Basiswissen einfach zu bedienen ist. Somit können auch Personen mit wenig Erfahrung in der Softwareentwicklung einfach und schnell Applikationen erstellen und damit zum Projekterfolg beitragen.

Bausteine eines Puzzles

Ein weiterer sinnvoller Ansatz ist die Integration eines Marketplace in die Low-Code-Entwicklungstools. Ein gutes Beispiel hierfür ist Salesforce, einer der führenden Anbieter in diesem Segment. Durch derartige Marketplaces können die Anwendungen beliebig erweitert werden – egal ob App, Webentwicklung oder Datenbanknutzung.

Die Zielgruppen von Low-Code-Plattformen sind zum Großteil Business Analysten und Datenbankadministratoren, aber auch professionelle Entwickler. Diese können sich durch die Nutzung von Low Code nicht nur Arbeitsschritte sparen, sondern auch zeiteffektiver arbeiten.

So bieten Low-Code-Plattformen augenscheinlich eine große Bandbreite an Vorteilen. Doch gibt es auch Nachteile: Durch die vorgegebene Nutzungsweise können teilweise nicht alle Elemente wie gewünscht umgesetzt werden – an diesem Punkt der Individualisierung muss ggf. auf ausgebildete Programmierer zurückgegriffen werden. Zudem können Schulungs- und Lizenzkosten vermeintlich gesparte Ressourcen partiell wieder aufwiegen.

Citizen Developer und IT-Governance

Ein Baustein

Personen, die derartige Entwicklungsumgebungen mit Hilfe von Low-Code-Plattformen erstellen, sind oft Programmier-Laien aus Service, Marketing oder Vertrieb – die sogenannten Citizen Developer. Da sie oft nicht mit branchenspezifischen Dokumentationsweisen vertraut sind, ist es wichtig, ihre Wirkungsweise zu leiten.

An diesem Punkt kommt die IT-Governance ins Spiel. Sie ist ein Bestandteil der Unternehmensführung und für die Organisation und Überprüfung IT-relevanter Prozesse verantwortlich. So kann gewährleistet werden, dass Programmier-Laien mit ihrer Arbeit die gesetzten Unternehmensziele unterstützen.

Fazit

Bei der Thematik Low Code handelt es sich um ein spannendes Thema mit großem Zukunftspotential. Derartige Vereinfachungen bringen sicherlich Vorteile hinsichtlich der Durchführung von Projekten. Bei komplexeren Applikationen ist allerdings tiefgreifendere Expertise erforderlich – Low Code kann nicht als Universallösung gesehen werden. Sicher ist jedoch, dass diese Arbeitsweise die Effizienz innerhalb der unternehmenseigenen IT-Einheiten steigern kann.

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